Müllheim im Markgräflerland liegt in den sonnigen Vorbergen zwischen Rhein und südlichem Schwarzwald. Die Stadt befindet sich zugleich an einer Verkehrs- und Kulturachse zwischen Freiburg, Basel und Mulhouse. Das amtliche Statistikportal weist zum 30. September 2026 insgesamt 20.241 Einwohner auf rund 57,9 Quadratkilometern aus. Neben der Kernstadt gehören sieben Ortsteile dazu: Britzingen, Dattingen, Feldberg, Hügelheim, Niederweiler, Vögisheim und Zunzingen. Mehrere haben den Charakter von Weinorten an den Hängen bewahrt. So verbindet Müllheim eine regionale Versorgungsfunktion mit einer Umgebung, die sich gut zu Fuß und mit dem Rad erschließen lässt.

Die erste schriftliche Erwähnung stammt vom 27. Oktober 758. In einer Urkunde schenkte Strachfried seinen Besitz in »villa Mulinhaimo«, darunter Weinberge, dem Kloster St. Gallen. Funde rund um die Martinskirche belegen, dass Menschen schon früher hier lebten; Ausgrabungen legten Teile einer römischen Villa frei. Das ist ein Hinweis auf römische und alemannische Besiedlung vor der schriftlichen Nennung, aber kein Beleg dafür, dass Rom die heutige Stadt gegründet hätte. Die älteren Siedlungen Ober- und Untermüllen wuchsen allmählich zusammen. 1698 erhielt Müllheim das Recht auf einen Wochenmarkt, 1727 wurde der Amtssitz der Herrschaft Badenweiler hierher verlegt und 1810 folgten die Stadtrechte. Seit 1872 prägt der Weinmarkt die Verbindung zwischen Stadtgeschichte und regionalem Weinbau.

Ein Rundgang beginnt am Marktplatz und am Blankenhorn-Palais, einem frühklassizistischen Stadtpalais aus der Zeit um 1820. Heute beherbergt es einen Teil des Markgräfler Museums. Die Sammlungen führen von Archäologie und Kunst über Literatur und Stadtgeschichte bis zur Weintradition. Wenige Minuten entfernt liegt die Frick-Mühle am Klemmbach. Das historische Mühlengebäude und die Vorführungen machen die frühere Nutzung des Wassers anschaulich. Müllheim hatte einst mehrere Mühlen, die Bauern aus der Umgebung und vom anderen Rheinufer anzogen. Martinskirche, öffentliche Gebäude, Geschäfte und Cafés liegen so nah beieinander, dass sich Geschichte und Alltagsleben gut bei einem Spaziergang verbinden lassen.

Der Weinbau ist weiterhin ein wichtiger Teil der örtlichen Identität. Müllheim gilt als Zentrum des Markgräfler Weinbaugebiets; Reben finden sich in der Stadt und in den umliegenden Ortsteilen. Die Gutedeltraube, im französischen Sprachraum Chasselas genannt, ist besonders eng mit der Region verbunden. Der jährlich veranstaltete Weinmarkt bringt örtliche Betriebe in die Innenstadt. Daneben hat sich Müllheim zu einem vielfältigen Arbeits- und Dienstleistungszentrum entwickelt: Die Stadt nennt Tausende sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, Schulen, medizinische Versorgung, Handel, Industrie und Verwaltung. Seit 2003 ist Müllheim staatlich anerkannter Erholungsort. Von hier aus bieten sich Ausflüge zu den römischen Überresten und Thermen in Badenweiler, in die Rheinebene, in den Schwarzwald oder über die Grenze nach Elsass und Basel an.

Der Bahnhof liegt an der Verbindung zwischen Freiburg und Basel; Regionalzüge verbinden Müllheim mit beiden Städten. Für genaue Abfahrten und Baustellen sollte man den aktuellen bwegt- oder Bahnfahrplan prüfen. Mit dem Auto führt die A5 über die Ausfahrt Neuenburg/Müllheim und die B378 in die Stadt; auch die B3 erschließt den Raum. Für einen kurzen Aufenthalt reichen Marktplatz, Museum und Frick-Mühle. Wer mehr Zeit hat, ergänzt einen Weg durch die Weinberge oder einen Besuch in einem der Weinorte. Öffnungszeiten, Führungen, Weinproben und saisonale Verkehrsdienste bitte vorab beim jeweiligen Anbieter bestätigen.

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