Allmendingen ist eine lebendige Landgemeinde im Alb-Donau-Kreis, geprägt von einem alten Flusstal, fünf unterschiedlichen Ortsteilen und einer Mischung aus Industrie und ländlichem Alltag. Zum 31. Dezember 2025 zählte die Gemeinde 4.755 Einwohnerinnen und Einwohner in Allmendingen, Ennahofen, Grötzingen, Niederhofen und Weilersteußlingen. Die Zahl gilt für die Gesamtgemeinde, nicht allein für den Kernort. Dieser liegt auf 512 Metern Höhe; im Gemeindegebiet werden bei Ennahofen 750 Meter erreicht.

Eine Landschaft der Urdonau

Das Schmiechtal gibt Allmendingen sein besonderes landschaftliches Gesicht. Die Gemeinde beschreibt die Umgebung als von der Urdonau geformtes Tal mit Gewässerläufen, bewaldeten Hängen und markanten Felsen zwischen Albhochfläche und Talboden. Das Naturschutzgebiet Schmiechener See und die Wege durch die Feuchtlandschaft laden dazu ein, die Umgebung zu Fuß wahrzunehmen. Dabei sollten Besucher auf den ausgewiesenen Wegen bleiben und die Schutzflächen respektieren.

Mehrere Wanderrouten beginnen am Bahnhof Allmendingen. Der Weg über die Lichse ins Weite Tal ist elf Kilometer lang; eine Abkürzung reduziert ihn auf acht Kilometer. Die Gemeinde nennt eine Wanderzeit von etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Ein weiterer Rundweg von elf Kilometern führt über den Hausener Berg ins Siegental. Die ebenfalls elf Kilometer lange Tour zum Schmiechener See kann verkürzt werden und eignet sich auch zum Radfahren; dafür sind ungefähr eine bis anderthalb Stunden angegeben. Der Nisthilfenlehrpfad auf der Allmendinger Lichse ist eine kürzere Naturstation. Vor dem Start sollten Wegbeschreibung und aktuelle Bedingungen geprüft werden.

Frühe Belege und fünf Ortsteile

Die Geschichte des Raums reicht weit vor den heutigen Ort zurück. Hallstattgräber, die die Gemeinde auf 1200 bis 450 vor Christus datiert, belegen Menschen in der Gegend während der Eisenzeit, aber keine lückenlose Besiedlung am heutigen Ortskern. Eine Urkunde von 961 bestätigt Allmendingen in einem Tausch zwischen dem Bischof von Chur und dem Kloster Schwarzach. Die Gemeinde verweist außerdem auf neuere Belege für einen früheren Bestand in der Regierungszeit Ludwigs I. zwischen 814 und 840, als Bischof Nottung die Gemeinde dem Kloster Reichenau geschenkt haben soll. Das stützt eine frühe mittelalterliche Ortsgeschichte, aber keine römische Gründung.

Im 15. Jahrhundert verfügten die Herren von Freyberg über die Dorf- und Gerichtsherrschaft; das Schloss im Zentrum erinnert an diese Epoche. Die heutige Gemeindeform ist jünger: Ennahofen, Grötzingen, Niederhofen und Weilersteußlingen wurden 1974 eingemeindet. Das heutige Rathaus entstand 1911 als Schulhaus und wurde 1973 zum Rathaus. Das Alte Rathaus öffnete nach einer grundlegenden Renovierung 2019 wieder; ein Schulhaus von 1885 dient heute als Bürgerhaus.

Ein Ort mit Arbeit und Alltag

Die Wirtschaft ist vielfältiger, als die ländliche Umgebung zunächst vermuten lässt. Die Gemeinde spricht von einem ausgewogenen Branchenmix und rund 50 Mitgliedsbetrieben im örtlichen Gewerbe- und Handelsverein. Im Firmenverzeichnis stehen Zement und Baustoffe, Formenbau, Logistik, Landwirtschaft, Handel und Handwerk; als größere Unternehmen nennt die Gemeinde unter anderem Schwenk, Rampf und Denkinger. Zum Alltag gehören Schulen, Kindergärten, soziale Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten und ärztliche Versorgung innerhalb der Gemeinde.

Für einen Besuch lassen sich Kirchen, Kapellen und kommunale Gebäude im Kernort mit dem Heimatmuseum in Grötzingen, dem Waldfreibad und der Minigolfanlage verbinden. Das Fest im Zentrum, kurz FiZ, wird gemeinsam mit örtlichen Vereinen zu Beginn der Sommerferien veranstaltet und gibt Einblick in das Gemeindeleben. Öffnungszeiten und saisonale Angebote bitte vorab prüfen.

Anreise und Ausflüge

Allmendingen hat einen Bahnhof mit Regionalverbindungen über Blaubeuren nach Ulm sowie in Richtung Ehingen. Der Bahnhof ist nicht personalbesetzt; planen Sie Anschlüsse daher im Voraus und prüfen Sie aktuelle Fahrpläne auf Bauarbeiten oder Ersatzverkehr. Die Gemeinde liegt im DING-Verbund. Einige Rufbusfahrten während der Schulferien müssen telefonisch vorbestellt werden.

Für Radfahrer schlägt die Gemeinde eine längere regionale Variante von Ehingen durch das Urdonautal und Allmendingen vor, weiter zum Hohle Fels bei Schelklingen, zum Blautopf in Blaubeuren und anschließend nach Ulm. Höhle und Quelltopf sind Ausflugsziele in der Nachbarschaft, keine Sehenswürdigkeiten innerhalb des Gemeindegebiets. Zusammen mit den kürzeren Wanderungen wird so sichtbar, wie Landgemeinde, früherer Flussraum und Schwäbische Alb miteinander verbunden sind.

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